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Fouls und Strafen

Inhalt:
  1. Fouls
  2. Strafen
    1. Mannschaftsstrafen:
      1. Freiwurf
      2. 7-Meter-Wurf
    2. Spielerstrafen:
      1. Gelbe Karte
      2. 2-Minuten-Strafe
      3. 2+2-Minuten-Strafe
      4. 2-Minuten-Strafe + Rote Karte
      5. Rote Karte
      6. Ausschluss

Die Fouls

Um in Ballbesitz zu gelangen, dürfen die Spieler Hände und Arme benutzen, um den Ball zu blocken oder dem Gegenspieler den Ball aus beliebiger Richtung wegzuspielen. Außerdem dürfen sie dem Gegenspieler mit dem eigenen Körper den Weg versperren, wenn dieser nicht in Ballbesitz ist. Wenn dieser jedoch in Ballbesitz ist, darf man mit nach vorne angewinkelten Armen Körperkontakt zu ihm aufnehmen und ihn auf diese Weise begleiten und kontrollieren.
Es ist jedoch nicht erlaubt, dem Gegenspieler den Ball aus den Händen zu reißen oder zu schlagen oder ihn mit Hilfe der Arme, Hände oder Beine wegzudrängen, zu klammern oder festzuhalten. Auch ist es verboten diesen anzurennen bzw. anzuspringen oder ihn zu behindern oder zu gefährden.
Demnach ist Handball als körperbetontes Spiel zu verstehen. Verstöße gegen die genannten Regeln sind jedoch der Normalfall. Angriff einer Spielerin in Ballbesitz

Die Strafen

Wenn es zu einem Foul kommt, wechselt der Ballbesitz. Falls es sich um einen groben Regelverstoß handelt, kann der Schiedsrichter zusätzlich den einzelnen Spieler bestrafen.

Die Mannschaftsstrafen

Es gibt für den Schiedsrichter zwei Möglichgkeiten um die Mannschaft für ein Foulspiel oder einen anderen Regelverstoß zu bestrafen, den Freiwurf und den 7-Meter:

Der Freiwurf

Bei einem Freiwurf erhält die Mannschaft den Ball, deren Spieler gefoult wurde bzw. die nich den zuvorgegangenen Regelverstoß begangen hat. Außerdem gibt es einen Freiwurf für die verteidigende Mannschaft, wenn der Schiedsrichter den Angriff wegen passivem Spiel abbricht. Dies ist der Fall, wenn der Angriff zu lange dauert oder die Mannschaft keinen Drang zum Tor entwickelt.
Der Freiwurf wirf an dem Ort des Fouls getätigt, jedoch nie näher als neun Meter vom Tor entfernt. Geschieht das Foul zwischen der 9-Meter-Linie und der Kreis-Linie, so wird der Freiwurf von der 9-Meter-Linie aus getätigt. Dabei müssen die gegnerischen Spieler einen Mindestabstand von drei Metern einhalten.

Der 7-Meter-Wurf

Zu einem 7-Meter-Wurf kommt es, wenn ein Spieler seinen Gegner durch ein Foulspiel an einer klaren Torchance gehindert hat. Außerdem kommt es zu einem 7-Meter, wenn ein Spieler der abwehrenden Mannschaft durch den Kreis gelaufen ist, um den Laufweg zu verkürzen.
Bei einem 7-Meter müssen alle Spieler, abgesehen vom Torwart und dem ausführenden Spieler, den 9-Meter verlassen. Nun stellt sich der Spieler, der den Wurf ausführen wird, vor die 7-Meter-Linie und wartet auf das Signal des Schiedsrichters um den Ball nach Möglichkeit am Torwart vorbei ins Tor zu werfen. Berührt er dabei jedoch die 7-Meter-Linie, zählt das eventuell erziehlte Tor nicht und die andere Mannschaft bekommt den Ball. Um dies zu verhindern, gehen die meisten Spieler einen weiteren Schritt zurück. Dabei dürfen sie jedoch nicht weiter als einen Meter Abstand zur 7-Meter-Linie lassen. 7-Meter-Wurf

Die Spielerstrafen

Falls der Schiedsrichter einen schweren Regelverstoß feststellt, hat er die Möglichkeit, nicht nur die Mannschaft durch einen Freiwurf bzw. 7-Meter, sondern auch den Spieler selbst zu bestrafen. Bild von gelber und roter Karte

Die gelbe Karte

Der Schiedsrichter gibt die gelbe Karte (Verwarnung) beim ersten deutlichen Verstoß oder bei Unsportlichkeit eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen. Der Schiedsrichter sollte nicht mehr als drei Verwarnungen pro Mannschaft aussprechen, für weitere Spieler, die bestraft werden sollen, folgen 2-Minuten-Zeitstrafen. Beim Handball gibt es nach einer gelben Karte keine weitere gelbe Karte. So kommt es nie zu der beim Fußball üblichen gelb-roten Karte. Eine gelbe Karte ist demnach nichts Schlimmes, da der Spieler bei der nächsten Bestrafung zwei Minuten aus dem Spiel genommen wird.

Die 2-Minuten-Strafe

Die 2-Minuten-Strafe ist eine Zeitstrafe und folgt meist als nächste Bestrafung auf eine gelbe Karte. Sie kann auch aufgrund einer Reklamation oder Beschwerde beim Schiedsrichter vergeben werden.Auch "gemurmelte" Beschimpfungen bringen häufig diese Konsequenz mit sich.
Bei einer 2-Minutenstrafe muss der betroffene Spieler den Platz für zwei Minuten verlassen, bekommt daraufhin einen Zettel vom Zeitnehmer/Sekretär, auf dem steht, wann er den Platz wieder betreten darf, und wartet auf der Auswechselbank auf das Ablaufen seiner Zeitstrafe.
Bekommt ein Spieler das dritte Mal die 2-Minuten-Strafe, entspricht dies einer Disqualifikation und er muss den Platz entgültig verlassen. Nach zwei Minuten darf er durch einen anderen Spieler wieder ergänzt werden.

Die 2+2-Minuten-Strafe

Die 2+2-Minuten-Strafe entspricht einer 2-Minuten-Strafe, auf die vor Wiederanpfiff des Spiels eine weitere Zeitstrafe für denselben Spieler folgt. Diese kann genauso durch eine lautstarke Beschwerde(keine Beleidigung) beim Schiedsrichters wie durch unsportliches Verhalten auf dem Weg zur Auswechselbank vergeben werden (etwa das Treten gegen die Bank oder das auf den Boden Werfen einer Wasserflasche).

Die 2-Minuten-Strafe mit folgender roten Karte

Die rote Karte kann auf die 2-Minuten-Strafe folgen, wenn der Spieler lautstark in beleidigender Form dagegen protestiert.

Die rote Karte (Disqualifikation)

Die rote Karte entspircht einer Disqualifikation. Der Spieler darf auch nicht mehr auf der Auswechselbank Platz nehmen.
Gründe für eine Disqualifikation sind etwa der Regelwidrigkeiten, die die Gesundheit des Gegenspielers gefährden. Jede Tätlichkeit außerhalb der Spielzeit wird mit der roten Karte bestraft. Auch das Betreten der Spielfläche von einer nicht spielberechtigten Person kann mit der roten Karte geahndet werden.

Der Ausschluss

Der Ausschluss ist die mit Abstand höchste Strafe im Handball. Der hinausgestellte Spieler darf nicht ersetzt werden, d.h. die Mannschaft spielt bis Spielende mit einem Spieler weniger auf dem Feld.
Ein Ausschluss ist nur durch eine Tätlichkeit während des Spiels zu erreichen. Diese darf jedoch keine Affekthandlung auf etwa ein vorausgegangenes Foul sein, in diesem Fall würde der Spieler die rote Karte bekommen.
Ein Ausschluss bringt im Gegensatz zur roten Karte deutliche Konsequenten nach dem Spiel mit sich. So ist mit einer Disqualifikation des Vereins bzw. Spielers, einer Geldstrafe sowie einer Sperre für weitere Spiele zu rechnen.